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"Sie ist viel zu früh von uns gegangen"
17.7.2021

SCHALKSMÜHLE-HEEDFELD + Mit diesen und ähnlichen Worten reagierten viele betroffen auf die Nachricht von Gertraude Fenners Tod, die am Sonntagmorgen, den 4. Juli, im 68. Lebensjahr verstorben ist.
Vor mehreren Monaten hatte sich in ein Krankenhaus begeben, um sich einer Operation zu unterziehen. Doch bei den Untersuchungen wurde ein unheilbares Leiden festgestellt. Deshalb konnte die Patientin nicht mehr in ihre eigenen vier Wände in Heedfeld zurückkehren, sondern sie kam direkt ins Hospiz an der Bonhoefferstraße, wo sie rundherum versorgt wurde. Doch obwohl sie dort die wohl beste Pflege erhielt, ging es gesundheitlich immer mehr bergab. Während sie anfangs noch in der Lage war, Besuch zu empfangen und Emails zu schreiben, war sie schließlich zu schwach dafür.
Außer ihrer Familie, zu der eine Tochter samt Schwiegersohn und zwei Söhne gehören und die sie liebevoll umsorgte, trauern viele CVJM-er um Gertraude Fenner – insbesondere die Mitglieder des CVJM Hülscheid-Heedfeld. Sie war seit dem 31. Juni 1979 Mitglied dieses Vereins, gehörte viele Jahre dessen Vorstand an und leitete rund 30 Jahre lang die Mädchenjungschar des CVJM Hülscheid-Heedfeld. Sie war Ansprechpartnerin für viele Menschen, vor allem für Kinder, die sich im Gemeindehaus an der Sterbecker Straße einfanden.
Zudem hat sie Unmengen von Kuchen für Vereinsfeiern und Weltdienst-Cafés gebacken. Meistens wirkte sie ganz bescheiden im Hintergrund mit. Eine wichtige Aufgabe sah sie auch darin, zusammen mit ihrem im vergangenen Jahr verstorbenen Ehmann Gerd Fenner die Weltdienstarbeit des CVJM-Kreisverbandes zu unterstützen und Kontakte zu Freunden vom CVJM Team in Ghana, dem afrikanischen Partnerverein des CVJM Hülscheid-Heedfeld, zu pflegen, die im Rahmen eines Austauschprogramms besucht oder in Heedfeld empfangen wurden. Auch für die befreundeten Ghanaer dürfte der Heimgang von Gertraude Fenner, die nun schauen darf, was sie geglaubt hat, ein großer Verlust sein. ©ih

