Artikel Archiv

Zu Ehre Gottes: Reformation

9.11.2022

Bereits zum achten Mal trafen sich Lüdenscheider Lobpreisteams, um zzum Reformationstag Gott die Ehre zu geben. (Foto: Iris Kannenberg)
Bereits zum achten Mal trafen sich Lüdenscheider Lobpreisteams, um zzum Reformationstag Gott die Ehre zu geben. (Foto: Iris Kannenberg)

LÜDENSCHEID + Der Lobpreisabend in Lüdenscheid am Reformationstag hat Tradition. Bereits zum achten Mal trafen sich Lobpreisbands aus den Lüdenscheider Gemeinden, um Gott gemeinsam die Ehre zu geben. Der jährliche Lobpreisabend findet nicht immer in der gleichen Gemeinde statt, sondern jedes Jahr in einer jeweils anderen. Man wechselt sich ab. Diesmal richtete nicht eine Gemeinde, sondern die FCSL (Freie Christliche Schule Lüdenscheid) den Abend aus.

 

Thomas Tetzlaff, Bandleader der Band96 und Mitorganisator kündigte den Abend wie folgt an: „Mittlerweile zum 8. Mal findet der Lobpreisabend am 31.10. (Reformationstag) statt. Für uns ist es eine besondere Freude, dass wir gemeinsam mit so vielen Musikteams und Bands, seit acht Jahren diese Veranstaltung durchführen können. Auch in der Planung war es eine große Bereicherung, einander besser kennenzulernen. Das Besondere an diesen Abenden war von Anfang an die Vielfalt der unterschiedlichen Gemeinden, der Musiker, der Musikstile und der gemeinsame Wunsch, Gott zu ehren und Leute aus allen Gemeinden Lüdenscheids zu sammeln. Gerade heute, wo viele von uns erschüttert und verunsichert sind, aufgrund der aktuellen politischen und internationalen Ereignisse, gerade heute sind wir aufgefordert, unseren Kopf hochzuheben und im Vertrauen und mit Dankbarkeit gemeinsam vor Gott zu kommen. Mit dabei sind diesmal fünf Bands: „God is Love“ (Gemeinde Gottes), „Musik-Team Brüninghausen“ (Evangelische Kirche Brüninghausen), FeG Börsenstraße, „SchuFa“ (Gemeinde Gottes) sowie die „Band 96“, die sich aus Mitgliedern unterschiedlicher Gemeinden zusammensetzt.“

Auch taten sich Familien zu Bands zusammen – so die Lobpreiser der FeG Börsenstraße und „SchuFa“. (Foto: Iris Kannenberg)
Auch taten sich Familien zu Bands zusammen – so die Lobpreiser der FeG Börsenstraße und „SchuFa“. (Foto: Iris Kannenberg)

Wie im vergangenen Jahr setzte sich der Trend in den Bands, ganz junge Menschen, mit älteren erfahrenen Musikern zu mischen, fort. Viele der Musiker stehen mittlerweile mit ihren Kindern auf der Bühne, die genauso professionell agieren, wie ihre Eltern. Ob gesangstechnisch oder am Schlagzeug oder der Gitarre, sie brachten durchweg großartige Leistungen. Die Band „SchuFa“ erschien gleich als komplette Familie. Judith und Kai Schulte legten zusammen mit ihren drei Kindern einen musikalisch wirklich beeindruckenden Auftritt hin. Der 16-jährige Schlagzeuger Ben-David unterstützte wie im letzten Jahr die Lobpreiser aus der FeG Börsenstraße. Diese Band erinnerte in weiten Strecken verblüffend – im positiven Sinne – an die Kelly-Family. Mit mehreren Sängerinnen und Sängern im Alter von 14 bis 50 Jahren, einem Akkordeonspieler, Kristin Hartmannsberger an der Gitarre, Olaf Westmeier am Piano und Birte Lindtstädt an der Geige, erschuf die Band einen mitreißenden Sound, der den Kellys alle Ehre gemacht hätte. Auch das „Musik-Team Brüninghausen“ war als Familie angetreten. Diesmal holte sich Bandleader Stefan Baumann zudem noch Daniel Rittinghaus und Tochter als Verstärkung dazu. Mit Baumann-Tochter Blanka im Gesang und am Piano, Mama Baumann ebenfalls im Gesang und Tochter Smilla am Schlagzeug, zeigte die Band den Anwesenden, was guter Lobpreis ist.

God is Love als jüngste Band machte den Auftakt der Lobpreisveranstaltung. (Foto: Iris Kannenberg)
God is Love als jüngste Band machte den Auftakt der Lobpreisveranstaltung. (Foto: Iris Kannenberg)

Die „Band96“ unter der Leitung von Thomas Tetzlaff rockte an diesem Abend den Saal. Einige ihrer Fans waren extra ihretwegen aus benachbarten Städten nach Lüdenscheid gekommen. Diese Band ist so lange gemeinsam unterwegs und dabei so professionell und musikalisch perfekt aufgestellt, dass sie das Publikum einfach immer wieder von den Stühlen reißt. Die „Beginner“ des Abends, die Band „God ist Love“, schlugen sich ebenfalls tapfer. Ganz junge Sängerinnen, denen man die Aufregung ansah, wurden u.a. von Pastor Marco Fischer begleitet. Wie gesagt, hier standen (noch) keine Profis auf der Bühne. Dazu als erste Band und vor einem ansehnlichen Publikum. „Chapeau“ für diesen Auftritt. Großartige digitale Bilder und Filme belebten den Hintergrund der Bands. Manchmal schaute man auf ein sich bewegendes Meer, dann wieder geradewegs ins Universum. Ben Borsutzki, der sich immer viel Mühe macht, diese schönen Präsentationen zu erschaffen, gelang auch in diesem Jahr der richtige künstlerische Rahmen für Lobpreis und Anbetung und wertete die Veranstaltung mit seinen poetischen Bildern noch einmal auf.

Pastor Marco Fischer moderierte gemeinsam mit Lorenz Schinmann den Abend. (Foto: Iris Kannenberg)
Pastor Marco Fischer moderierte gemeinsam mit Lorenz Schinmann den Abend. (Foto: Iris Kannenberg)

Die Aula der FCSL war voll. Wie in den bereits vergangenen Jahren, hatte sich Gottes Volk offensichtlich dazu entschieden, dem Halloween-Trubel, der in der Stadt stattfand, nicht zu folgen. Für viele Christen ist und bleibt dieser Tag der Tag der Reformation in Gedenken an Martin Luther, dem Mönch, der in Worms selbst dem Kaiser widerstand und auf der Wartburg als Junker Jörn versteckt, die erste deutsche Bibelübersetzung verfasste. Die ihm von Landesfürsten, aber auch vom Volk selbst aus den Händen gerissen wurde. Dank Gutenbergs Druckkunst und der Entschlossenheit sich Kaiser und Klerus nicht zu beugen, sind wir heute ein Land, in dem das Bibellesen zum Alltag gehört und frei ausgeübt werden darf. Denen, die lieber einem leuchtenden Kürbis Tribut zollen, als Martin Luther zu gedenken, hier ein kleiner Denkanstoß: Die Bibel war und ist der größte Bestseller aller Zeiten. Ihre Übersetzung führte nicht nur dazu, dass von nun an jeder Gottes Wort lesen konnte und nicht nur eine handverlesene kleine Schar. Sie führte auch dazu, dass immer mehr Menschen lesen lernten, dass Schulen gegründet wurden, ganz neue Berufe entstanden (z.B. der des Buchhändlers oder Journalisten) und ganz Europa nicht nur eine geistliche, sondern zudem eine große technische Revolution erlebte. Wir profitieren bis zum heutigen Tag vom Reformator Martin Luther und einem findigen Ingenieur namens Gutenberg. Von daher ist es mehr als zu begrüßen, dass in Lüdenscheid Jahr für Jahr aufs Neue der Reformation gedacht wird.

Zoltan Hülle, der diesen Abend verantwortlich organisierte, sah man die Freude über die gelungene Veranstaltung deutlich an. (Foto: Iris Kannenberg)
Zoltan Hülle, der diesen Abend verantwortlich organisierte, sah man die Freude über die gelungene Veranstaltung deutlich an. (Foto: Iris Kannenberg)

Der Lüdenscheider Lobpreisabend am Reformationsabend war auch im Jahr 2022 genau das, was man sich erhofft, hatte: ein Publikumsmagnet, der Menschen aus allen Gemeinden Lüdenscheids zusammenbrachte. Pastor Marco Fischer moderierte gemeinsam mit Lorenz Schinmann den Abend. Sie boten zudem Gebet an und seelsorgerliche Gespräche. Es gab viele musikalische Höhepunkte und jede Menge zu danken. Für die Musik, die Organisation, das Catering, das von Annette und Ralf Höpfner (Evangelische Gemeinde Lösenbach) bereits das zweite Mal gestemmt wurde, die Musik und den reibungslosen Ablauf. Zoltan Hülle, der diesen Abend verantwortlich organisierte, sah man die Freude über die gelungene Veranstaltung deutlich an. Unser Land für Gott zurückgewinnen – das hat Zoltan Hülle seit nunmehr acht Jahren auf dem Herzen. Er setzte sich mit seinem Team, zu dem Thomas Tetzlaff, Benjamin Borsutzki, Kristin Hartmannsberger, Claudia Deitmerg, Marco Fischer, Lorenz Schinmann sowie Judith und Kai Schulte gehören, mit dieser großen Veranstaltung daher ein weiteres Mal dafür ein, den Reformationstag als das zu würdigen, was er ist: Für evangelische Christen einer der höchsten christlichen Feiertage. Angekündigt wurde, dass man sich bereits auf das nächste Jahr freue. Dann heißt es hoffentlich zum neunten Mal: Zur Ehre Gottes – Lobpreisabend am Reformationstag in Lüdenscheid. ©ik

Der Lüdenscheider Lobpreisabend am Reformationsabend war auch im Jahr 2022 genau das, was man sich erhofft, hatte: ein Publikumsmagnet, der Menschen aus allen Gemeinden Lüdenscheids zusammenbrachte. (Foto: Iris Kannenberg)
Der Lüdenscheider Lobpreisabend am Reformationsabend war auch im Jahr 2022 genau das, was man sich erhofft, hatte: ein Publikumsmagnet, der Menschen aus allen Gemeinden Lüdenscheids zusammenbrachte. (Foto: Iris Kannenberg)

zurück zur Übersicht