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Sehnsucht

25.7.2021

Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Marita Franzen, Gemeindereferentin St. Medardus. (Grafik: EKKLP)
Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Marita Franzen, Gemeindereferentin St. Medardus. (Grafik: EKKLP)

Vom französischen Autor Antoine de St. Exupéry kennen wahrscheinlich viele das Buch „Der kleine Prinz“. Von ihm stammen aber noch viele andere Worte, und eines sagt: "Wenn du Menschen gewinnen willst, ein Schiff zu bauen, dann erzähle ihnen nichts über die Mühen, das richtige Holz zu finden oder wie präzise man arbeiten muss. Vielmehr erzähle ihnen vom weiten, blauen Meer und wecke in ihnen die Sehnsucht danach. Das Schiff baue sich dann fast wie von allein."

 

Gerade jetzt im Sommer, in der Urlaubszeit, der schönsten Zeit des Jahres, gerade nach der bedrohlichen und zerstörerischen Katastrophe mit Überschwemmungen in unserer Stadt und Region, gerade nach einer langen Coronazeit, sind in uns viele Sehnsüchte geweckt. Aber entgegen der Aussage des Schriftstellers baut sich das Schiff, auf dem wir dem Alltag entfliehen wollen, nicht von alleine.

 

Eine Sehnsucht trieb wohl auch die Menschen damals zu Jesus. Viele, wir hören an diesem Sonntag von 5000, laufen ihm nach, versammeln sich um ihn, wollen ihn hören, wollen vom ihm geheilt werden, Heil empfangen.

Er ist jemand, der Sehnsüchte erfüllen kann, die ausgesprochenen und auch die, die uns vielleicht gar nicht so klar sind.

 

Bei ihm erleben die 5000 Männer, Frauen und Kinder damals, dass ihre Sehnsucht erfüllt wird und alle Hungrigen werden satt, weil er bei ihnen ist.

Wir dürfen zu ihm kommen und er wird unsere Sehnsucht erfüllen, zu uns selbst zu finden, zur Ruhe zu kommen, neue Kraft zu schöpfen, aufatmen zu können, Unterstützung zu bekommen, wo sie nötig ist, und uns selbst als Geschöpf Gottes und Teil seiner Schöpfung wahrzunehmen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

 

Marita Franzen

 

Gemeindereferentin der Pfarrei St. Medardus Lüdenscheid.

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